Klartext im Audimax

Kabarettist Helmut Schleich begeistert mit seinem Benefizauftritt zugunsten des Studentenhilfe München e.V. das Publikum im Audimax der Technischen Universität

Lebendig, provokant und zugespitzt pointiert – der Kabarettabend am 14. Januar 2015 mit Helmut Schleich war in jeder Hinsicht ein Erfolg. Das Studentenwerk München, die Studentenhilfe München und der AStA der Technischen Universität München (TUM) hatten die Kabarettgröße für einen guten Zweck auf das Audimax-Podium der Technischen Universität München gebeten. Die gesamten Einnahmen der Benefizveranstaltung kommen der Studentenhilfe München e.V. zu Gute – denn Helmut Schleich verzichtete auf seine Gage. Eine große Unterstützung leistete auch der AStA, denn alle, Helfer, Bühnentechniker, Einlasser, Getränkeverkäufer usw., arbeiteten an diesem Abend ehrenamtlich. Unter dem Motto „Ehrlich!“ präsentierte Schleich im fast ausverkauften Audimax sein neues Bühnenprogramm und schlüpfte dabei in genialer Weise von einer Rolle in die nächste. Gleich zu Beginn gab er etwa die „Die Bestie von Doddlbach“ und gestand etliche Morde an seinen „nervenden“ Mitbürgern. Anschließend mimte der Kabarettist ein vom Terroristen zum Präsidenten von „Kitschakirsisien“ aufgestiegener Despot, der den Europäern erklärt, wie Demokratie geht. In seiner Lieblingsfigur des Heinrich von Horchen, dem alternden Gesangslehrer von Jopi Heesters, begeisterte Helmut Schleich mit seiner detailgetreuen Nachahmung das vorwiegend studentische Publikum – alles passte, von der Mimik und Optik über die Gestik bis hin zur Sprechweise. Auch Schleichs Paraderolle des ehemaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß durfte natürlich nicht fehlen. Dieser von seiner eigenen Wichtigkeit überzeugte Politiker („Ich war bei Mao, bei Reagan und bei Sonnenschein“) beklagte sich über den Zustand seiner Partei, der CSU, und ging dabei hart ins Gericht mit Edmund Stoiber und Co. Fazit des Abends: Ein schonungsloser Angriff auf Hirn- und Lachmuskeln mit einem wohl dosierten Schuss Gesellschaftskritik. Und schließlich auch ein schönes Ergebnis für die Studentenhilfe München e.V, denn der gesamte Erlös des Abends in Höhe von 11.361,39 Euro kann nun für Studierende in akuten Notsituationen eingesetzt werden. „Ich habe es gern gemacht“, erklärte Helmut Schleich am Ende seiner Aufführung, „schließlich bin ich nicht so oft in Universitäten“. 

Impressionen