Helfen kommt nicht aus der Mode

1948 gegründet, um die größte Not Studierender im München nach dem zweiten Weltkrieg zu lindern, gab sich der Studentenhilfe München e.V. im Jahr 2008 eine neue Satzung, um den Herausforderungen der Studienbedingungen im 21. Jahrhundert zu begegnen.

Politik und Wirtschaft konzentrieren sich in ihren Maßnahmen und Programmen (Einführung von Studienbeiträgen, Exzellenzinitiative) ganz auf den akademischen Bereich: auf Forschung und Lehre. Hier fördern sie den Wettbewerb zwischen den Hochschulen und versuchen auf diese Weise, die Insitutionen zu fördern und zu fordern.

Nicht brücksichtigt wird dabei weitgehend die dritte Säule der Bildungspolitik, die soziale Infrastruktur. Studierende, die es aus den unterschiedlichsten Gründen - seien es grundsätzlich schlechte Startbedingungen oder persönliche Schicksalsschläge - besonders schwer haben, aber kommen gar nicht vor. Sie bleiben bei der Bewältigung von Problemen im Studienalltag – sei es die Finanzierung, die Vereinbarung von Kind und Studium, die Integration am Hochschulort, uvm. – weitgehend auf sich allein gestellt.

Hier sieht sich der Studentenhilfe München e.V. gefordert: Pragmatisch, unkompliziert und direkt unterstützt er Studierende, deren Studienerfolg ohne zusätz­liche Hilfe gefährdet wäre. Er hilft, wo die Not am größten ist und oft mit nur ein wenig Hilfe viel bewegt werden kann. Denn die beste „Versicherung“ gegen Arbeitslosigkeit und Armut ist noch immer ein abgeschlossenes Studium.